Pressemitteilung
Bad Urach. Wie kann gutes und selbst bestimmtes Älterwerden vor Ort gelingen? Zu dieser Frage war Staatssekretärin Petra Krebs aus dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg im Wahlkreis der Landtagsabgeordneten Cindy Holmberg zu Gast. Gemeinsam mit Bürgermeister Elmar Rebmann, Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, der Kommunalberatung, der BruderhausDiakonie sowie der Projektkoordination fand eine Gesprächsrunde zum Thema „Gut alt werden in Bad Urach“ statt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ältere Menschen möglichst lange selbstständig und im vertrauten Umfeld leben können. Dabei ging es nicht nur um Pflege und Unterstützung, sondern auch um Begegnung, Teilhabe und die Potenziale älterer Menschen für die Stadtgesellschaft.
Bürgermeister Elmar Rebmann stellte gemeinsam mit den weiteren Beteiligten Staatssekretärin Petra Krebs und der Landtagsabgeordneten Cindy Holmberg das Projekt „Gut alt werden in Bad Urach“ vor. Mit dabei waren Thomas Burnikel, Leiter des Fachgebiets Bildung, Betreuung und Soziales, Dr. Fries von der Kommunalberatung, Projektkoordinatorin Frau Schwenkel, Herr Stäbler von der BruderhausDiakonie mit dem Pflegeheim „Grünes Herz“ sowie Herr Stapelbroek, Leiter des Fachgebiets Soziales, Jugend, Senioren und Integration.
„Ich bin tief beeindruckt davon, mit wie viel Engagement und Ideenreichtum in Bad Urach daran gearbeitet wird, dass Menschen auch im Alter gut, selbstbestimmt und mitten in der Gemeinschaft leben können. Das Projekt ‚Alt werden in Bad Urach‘ zeigt eindrucksvoll: Älterwerden ist eine Chance – für neue Begegnungen, für Teilhabe und für ein gutes und selbstbestimmtes Leben. Genau hier setzt die Quartiersstrategie des Landes an: Wir wollen vor Ort Anreize schaffen und gute Ideen unterstützen, damit lebendige Quartiere entstehen, in denen Menschen in jeder Lebensphase gerne zu Hause sind.“, betont Staatssekretärin Petra Krebs aus dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.
„Gutes Älterwerden, vor allem hier in meinem Wahlkreis im ländlichen Raum, entscheidet sich ganz konkret vor Ort, in der Nachbarschaft und bei der Frage, ob Begegnung möglich ist, ob Unterstützung erreichbar ist und ob Menschen sich weiterhin einbringen können. Bad Urach zeigt, wie wichtig es ist, Wohnen, Pflege, Mobilität, Ehrenamt und soziale Infrastruktur gemeinsam zu denken.“, so die stellv. Fraktionsvorsitzende grünen Landtagsfraktion Holmberg.
Das Projekt in Bad Urach setzt genau dort an, wo gutes Älterwerden im Alltag konkret wird. Bad Urach liegt im ländlich geprägten Biosphärengebiet Schwäbische Alb, mit herausfordernder Topografie und dezentralen Ortsteilen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Bürgerschaft eine generationengerechte und quartiersnahe Strategie für gutes Altern zu entwickeln. Grundlage dafür ist eine Bedarfsanalyse unter Menschen ab 60 Jahren, aus der Leitlinien, neue Angebote sowie tragfähige Beteiligungs- und Unterstützungsstrukturen entstehen sollen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Menschen, die schwerer erreicht werden, etwa armutsgefährdete Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit Migrationsgeschichte. Geplant sind unter anderem generationenübergreifende Treffpunkte, Ehrenamtsbörsen und alltagsnahe Hilfsangebote, die wohnortnah und möglichst barrierearm entwickelt werden.
In der anschließenden Gesprächsrunde wurde deutlich, dass die Voraussetzungen in den Stadtteilen unterschiedlich sind: Während in den Ortschaften häufig gewachsene Vereinsstrukturen und familiärere Netzwerke bestehen, braucht es in der Kernstadt teilweise andere Formen von Begegnung und Unterstützung. Auch die Gartenschau wird im aktuellen Prozess dabei gezielt mitgedacht: Sie bietet die Chance, Begegnungsorte zu schaffen, ehrenamtliches Engagement zu stärken und neue Strukturen so anzulegen, dass sie über die Gartenschau hinaus dauerhaft für die Stadtgesellschaft wirken.
Für Staatssekretärin Petra Krebs und Cindy Holmberg steht fest: Die Erfahrungen aus Bad Urach liefern wichtige Impulse dafür, wie gutes Älterwerden vor Ort und im Besonderen im ländlichen Raum gestärkt und politisch weiter begleitet werden kann.