Pressemitteilung
30.000 Euro für die Einführung eines Sozialrezepts in der Gemeinde Hohenstein
Landesweiter Wettbewerb prämiert Engagement gegen Einsamkeit
Hohenstein - Einsamkeit kann traurig machen, manchmal sogar krank. Das baden-württembergische Sozialministerium hat deshalb einen Ideenwettbewerb für Projekte gegen Einsamkeit ausgerufen. Zu den Gewinnern zählt auch die Gemeinde Hohenstein mit dem Projekt des Sozialrezepts. Sie erhält ein Preisgeld von 30.000 Euro. Das hat das Sozialministerium am Dienstag (28. April) in Stuttgart bekannt gegeben.
Die Einführung eines Sozialrezepts ist eines von 35 Vorhaben, die aus 323 Bewerbungen ausgewählt wurden. Insgesamt unterstützt das Land die siegreichen Projekte mit 875.000 Euro. Die Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Hechingen-Münsingen Cindy Holmberg freut sich mit der Gemeinde Hohenstein: „Das Sozialrezept in Hohenstein soll in Zukunft zeigen, wie moderne Gesundheitsversorgung heute funktionieren kann: Medizinische Behandlung wird mit sozialer Teilhabe zusammengedacht. Wenn nicht nur Symptome behandelt werden, sondern gezielt Angebote vor Ort vermitteln, das stärkt Gesundheit und Gemeinschaft zugleich. Das PORT-Gesundheitszentrum ist im Allgemeinen ein starkes Beispiel dafür, wie innovative Versorgung im ländlichen Raum konkret gelingt“.
Die stellv. Fraktionsvorsitzende Cindy Holmberg weiter: „Einsamkeit ist ein Thema, das alle betreffen kann, ältere und jüngere Menschen, Eltern, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit Migrationsgeschichte. Einsamkeit hängt mit vielen Dingen zusammen: Mit Gesundheit, Geld, der eigenen Lebenssituation, aber auch damit, wie und wo jemand wohnt. Deshalb brauchen wir eine klare Strategie gegen Einsamkeit: Mit festen Anlaufstellen vor Ort und mit Raum für kreative Ideen, die echte Begegnungen möglich machen.“
Der Ideenwettbewerb geht zurück auf die erste Landesstudie „Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Baden-Württemberg“, die im November 2025 veröffentlicht wurde. An dem Wettbewerb haben sich 323 gemeinnützige Organisationen und Initiativen, Kommunen und Vereine beteiligt. Eine 16-köpfige Fachjury wählte 35 Projekte aus, die zwischen rund 4000 und 30.000 Euro erhalten. Insgesamt beträgt das Preisgeld 875.000 Euro.