Programm

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Familien, Integration und Wohnraum

Der Wohnraum in der Stadt muss mit der Bevölkerung wachsen. Und Wohnraum muss bezahlbar sein. Die GWG ist hier in der Pflicht und muss sich dieses Ziel wieder auf die Fahnen schrei- ben. Wir brauchen eine bezahlbare und soziale Wohnungsbaupo- litik und wir brauchen eine Bindungsfrist bei Sozialwohnungen.

Auch Investoren sollen sich zukünftig beim Wohnungsbau an mindestens 30% geförderten Wohnraum halten. Wir brauchen nicht nur Wohnungen im Luxussegment wie beim Stuttgarter Tor, sondern auch Wohnraum für Krankenschwestern und Pfleger, für Erzieher*innen und Verkäufer*innen, also für „Ottonormalver- diener*innen“. Wohnen und Bauen muss in Zukunft ganzheitlich betrachtet und geplant werden. Deshalb muss bei Ausweisungen von neuen Baugebieten spätestens beim Satzungsbeschluss klar sein, an welcher Stelle eine neue Kindertageseinrichtung eingerichtet wird und ob die nächstgelegene Grundschule noch Kapazitäten hat.

Wir brauchen eine verlässliche, familienfreundliche Infrastruktur, die Reutlingen attraktiv macht. Auch die Integration von Geflüch- teten bleibt in den nächsten acht Jahren ein wichtiges Thema.

Zentral ist für mich der persönliche Kontakt. Ehrenamtliche leisten hier in Reutlingen hervorragende Arbeit. Zur Unterstützung der Ehrenamtlichen muss dringend ein Betreuungsschlüssel von einer*m Integrationsmanager*in zu maximal 75 Geflüchteten eingeplant werden. Das bedeutet, mindestens eine weitere Stelle in den Haushalt mit aufzunehmen.

Kultur erleben, Sicherheit und Ehrenamt

Reutlingen ist nach wie vor die sicherste Großstadt im Land. Und das ist gut so. Es zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen nachhaltig wirken. Bis spät in die Nacht fährt die Polizei selbst in der Wilhelmstraße Streife. Leider ist das Sicherheitsgefühl in unserer Stadt, wie in ganz Deutschland, gesunken. Wie können wir das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen? Es gilt, die städtebaulichen Kriterien so anzupassen, dass die Sicherheit zu spüren und zu sehen ist. Vorbild kann dem Gemeinderat hier das Siegel „Sichere Stadt“ sein.

Die Stadt kann stadtplanerisch Einfluss nehmen etwa durch Aufhellen von dunklen Ecken und dem Zurückschneiden von Büschen. Eine lebendige Stadt ohne Angsträume, die sich um ihre Mitbürger*innen kümmert, schafft Sicherheit, die spürbar ist.

In den letzten Jahren ist die Vielfalt des Reutlinger Kulturlebens stetig geschrumpft. Diesem Zustand muss die Stadt ganz ent- schieden entgegentreten.

Ich setze auf vielfältige kulturelle Angebote in denen sich Jung und Alt wiederfinden. Reutlingen verfügt über Spitzenkultur und Alleinstellungsmerkmale, die weit über die Region hinaus bekannt sind.

Die Württembergische Philharmonie, das „Franz K“ und das Thea- ter „die Tonne“ sind Leuchttürme der Reutlinger Kulturlandschaft. Aber auch die Kultgaststätten, Kneipen, Szene-Clubs gehören zur Vielfalt Reutlingens. Viele Reutlinger sind ehrenamtlich aktiv und brauchen noch mehr Unterstützung, sowohl finanziell als auch räumlich. Sie sind die besten Berater für die Stadtentwicklung und sollten mehr Mitspracherecht haben.

Bildung und Betreuung mit Sinn

Die Stadt braucht dringend zusätzliche Kindergartenplätze. In Reutlingen fehlen momentan fast 400 Betreuungsplätze. Gute und bedarfsgerechte Betreuung ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Entwicklung unserer Kinder. Eltern sind aus ver- schiedenen Gründen auf einen Kindergartenplatz angewiesen. Die Stadt ist gefordert hier zu handeln.

Wir brauchen auch dringend mehr Erzieher*innen, um jedem Kind einen Platz in einer Tagesstätte anbieten zu können. Dazu müssen die vom Gemeinderat beschlossenen Anreize zur Perso- nalgewinnung und vor allem auch zur Personalbindung umgesetzt werden.

Eine schnell zu realisierende Maßnahme ist der Ausbau der Plätze für eine praxisintegrierte Ausbildung (PIA). Dazu gehört auch die Erhöhung der Zeitkontingente für die Anleiter*innen zur Qualitätssicherung der Ausbildung. Die Schulentwicklung wird die Stadt Reutlingen in den nächsten Jahren stark beschäf- tigen. Reutlingen wächst und braucht entsprechend mehr Platz an den Schulen. Die fünf Gymnasien haben derzeit 20 Züge.

Bis 2027 braucht die Stadt 27 bis 28 Züge. Ein für mich weiteres interessantes Thema des Schulentwicklungsplanes ist die Ein- führung einer Oberstufe an einer der Gemeinschaftsschulen.

Unserer Jugend müssen wir in unserem Stadtbild neue Gestal- tungsräume eröffnen. Dazu ist der Jugendgemeinderat wichtiger Baustein. Dieses Jahr wurde er neu gewählt und noch nie vorher gab es so viele Kandidat*innen. Dem will ich als Oberbürger- meisterin Rechnung tragen.

Die Kommunikation zwischen Gemeinderat und Jugendgemein- derat kann deutlich verbessert werden. Es ist wichtig, unsere Jugend im politischen Gestaltungsprozess mitzunehmen. Denn wer kennt die Wünsche der Jugendlichen besser, als die Jugendli- chen selbst. Also lasse ich mich gerne von ihnen beraten.

Digitalisierung und Infrastruktur

Sowohl im Siedlungs- als auch im Gewerbebereich werde ich mich als Oberbürgermeisterin dafür einsetzen, dass Reutlingen und die Ortschaften sich weiterentwickeln.

Damit diese Weiterentwicklung nicht nur auf dem Papier stattfindet, ist es Aufgabe der Stadt, Brachflächen in den Ortskernen nach den örtlichen Bedürfnissen zu beleben.

Wir benötigen sowohl in Reutlingen als auch in den Ortsteilen ein flächendeckendes, gut funktionierendes Breitbandnetz.

Auch sämtliche Unternehmen in unserem Wirtschaftsraum sind auf eine verlässliche digitale Infrastruktur angewiesen.

Als Oberbürgermeisterin werde ich das Thema Digitalisierung nach vorne stellen.

Wenn wir es ernst meinen mit den digitalen Diensten, dann müssen wir das Tempo auch im Rathaus deutlich erhöhen.

Die Verwaltung bietet Reutlinger*innen noch viel zu selten die Möglichkeit, Behördengänge online zu erledigen.

Soziale Netzwerke und Apps eröffnen neue Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten, die von der Verwaltung verstärkt genutzt werden sollten.Für Menschen, die Wert auf die persönliche Beratung legen, wird es natürlich auch weiterhin Sprechzeiten geben

Bürgernahe Stadt

Ich stehe dafür, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt bei den Zukunftsplanungen für Reutlingen frühzeitig teilnehmen zu lassen.

Beteiligungsverfahren, wie zum Beispiel Bürgerforen, ergänzen das bereits vorhandene bürgerschaftliche Engagement oder entwickeln sich zu neuen Gremien.

Die aktive Mitarbeit der Reutlinger*innen ist mir wichtig, da Ihr Wissen und Ihre Erfahrung bei politischen Entscheidungen von hohem Wert sind.

Bürgerbeteiligung nehme ich sehr ernst, denn unsere Stadt entwickelt sich mit der Gesellschaft und deren Engagement.

Eine wirkungsvolle Bürgerbeteiligung bedeutet, bei allen wichtigen Vorhaben der Stadt Transparenz herzustellen und in einem gemeinsamen Dialog zu der bestmöglichen Lösung zu gelangen.

Wir werden deshalb mehr Bürgerwerkstätten etablieren und gemeinsam mit dem Gemeinderat klare Richtlinien zu den Beteiligungsprozessen entwickeln.

Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen und der GWG ein Konzept für eine barrierefreie Stadt und einen barrierefreien öffentlichen Nahverkehr zu erstellen.

Mit Stadtteiltreffs und Mehrgenerationenprojekten möchte ich eine nachhaltige Entwicklung der Stadtteile und Quartiere im Sinne eines kulturellen, inklusiven und generationsübergreifenden Miteinanders in Reutlingen schaffen.

Lokale Wirtschaftsföderung und Flächenentwicklung mit Verstand

Reutlingen muss sich für die nächsten Jahre die Frage stellen, wie die Stadt wachsen soll. Bestehende Betriebe benötigen ausreichende Entwicklungsmöglichkeiten und neue Betriebe benötigen Chancen für eine Ansiedlung.

Ich werde unsere bestehenden Unternehmen und die sich neu ansiedelnden Start-ups stärker unterstützen – vom Handwerksbetrieb bis zum industriellen Großunternehmen und Dienstleister*in.

Diese Entwicklung muss von innen geschehen, Flächenfraß müssen wir entgegentreten.

Als Oberbürgermeisterin werde ich ansässigen und neuen Unternehmen, Dienstleister*innen und Einzelhändler*innen als verlässliche Partnerin zur Seite stehen.

Reutlingen ist ein starker Wirtschaftsstandort mit sehr attraktiven Arbeitsplätzen. Mit einem klugen Geschäftsflächen-Entwicklungsplan möchte ich diese Attraktivität weiterentwickeln. Reutlingen braucht eine Siedlungs- und Gewerbeentwicklung im Einklang mit der vorhan- denen Infrastruktur. Auch innerstädtische Gewerbebrachen möchte ich wieder nutzbar machen. Reutlingen steht für eine attraktive Mischung aus Wohnen, Arbeit und Freizeit.

Gemeinsam werden wir alle Möglichkeiten der Innenentwicklung ausschöpfen, um gutes Wohnen, effiziente Arbeit und entspannte Freizeit zu ermöglichen.

Moderne Mobilität

Die Lebensqualität unserer Stadt steigt, wenn wir unseren Verkehr durchdacht organisieren. Langfristig wird Mobili- tät für viele Menschen ohne eigenes Auto einfacher und attraktiver. Die zügige Planung der Innenstadtstrecke für die Regionalstadtbahn werde ich zur Chefinnensache erklären.

Das derzeitige Verkehrswegenetz muss dringend neu geordnet werden, damit wir den barrierefreien Ausbau der öffentlichen Verkehrsangebote vorantreiben können.

In der Folge wird die Luft in Reutlingen sauberer, gesünder und auch die Lärmbelastungen werden geringer. Ich setze auf eine klimafreundliche und intelligente Verkehrsplanung, die Fuß-, Rad-, Bus-, Bahn- und Autoverkehr zusammen denkt.

Für den bleibenden Pendlerverkehr und die in unserer Stadt einfahren- den Gäste, habe ich eine Parkraumanalyse geplant. Das Parkticket an Park&Ride Parkplätzen, die am Rande der Stadt liegen, soll gleichzeitig als Busticket nutzbar sein. Autofahrer*innen ersparen wir damit die Parkplatzsuche.

Reutlingen soll die Stadt der kurzen Wege werden. So bleibt mehr Zeit für das Einkaufen und Flanieren in der Stadt. Und damit Reutlingen auch für den Abend interessant bleibt, werde ich mich für eine 24h-Öffnung der Parkhäuser einsetzen.

Klimafreundliche Stadt

Klimaschutz geht uns alle an und jede*r Einzelne sollte seinen Beitrag leisten. Auch Reutlingen kann dazu beitragen, die Pariser Klimaschutz- ziele zu erreichen. Die Stadt kann Vorbild sein und aufzeigen, dass Energieeinsparung und Energieeffizienz gut für das Klima sind und sich auch finanziell rechnen.

Klimaschutz ist Jobmotor und Zukunftssicherung zugleich.Die Stadtverwaltung muss gemeinsam mit den Stadtwerken klare Ziele

formulieren und Ihren eigenen Energieverbrauch in den nächsten Jahren weiter senken. Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien im Stadtgebiet muss sich in den nächsten acht Jahren mindestens verdoppeln. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur gemeinsam mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern und der örtlichen Wirtschaft gelingen kann. Auch hier brauchen wir eine breite Beteiligung der Bevölkerung und Ihre Ideen.

Ziel unserer städtischen Wohnungsbautochter GWG muss es sein, ein weiteres Viertel ihrer Wohnungen energetisch zu sanieren. Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in der Ringelbachstraße könnte in den kommenden Jahren ein energieautarkes Quartier entstehen, das als Modell für zukünftige Stadt- und Energieplanung stehen könnte. Das ist ein großer erster Schritt hin zur klimaneutralen Stadt Reutlingen.

Die Verwaltung muss gute Voraussetzungen für Elektromobilität sowohl in der Innenstadt als auch in den Bezirken schaffen. Stromtankstellen für Autos und E-Bikes werden zum Stadtbild gehören, gespeist durch solare Energie. Auch die Busflotten möchte ich durch barrierefreie E-Busse ersetzen.

Intelligente Stadt- und Ortsentwicklung – Wohlfühlen in der Stadt

Reutlingen soll nicht mehr nur das Tor zur Schwäbischen Alb sein, durch das man durchfährt. Ich möchte, dass die Menschen sich gerne in unserer Stadt aufhalten und auch gerne über Nacht bleiben. Zentral ist für mich die Aufwertung und Renaturierung der Echaz sowie die Umsetzung des neuen Stadtbuskonzepts und die damit einhergehende Teilverlegung des ZOB.

Die Stadtplanung ist bisher zu einseitig auf den motorisierten Verkehr ausgerichtet. Faktoren, die eine hohe Lebensqualität aus- zeichnen, sind der öffentliche Nahverkehr, gute Bildungsangebote, eine passende Gesundheitsversorgung, nutzbare Grünflächen,eine niedrige Kriminalitätsrate und ein vielfältiges Angebot an Gastronomie und Einzelhandel.

Wir brauchen die zügige Umsetzung der Altstadtrahmenplanung mit ihren Straßen, Plätzen und Bäumen. Zudem möchte ich mehr Stadtmobiliar in die Stadt bringen, also Bänke und Tische, die zum Verweilen einladen und damit mehr Aufenthaltsqualität ermöglichen. Zu einem grünen und gesunden Reutlingen gehört aus meiner Sicht auch, dass wir uns besser um unsere Stadtbäume und Brunnen kümmern und diese pflegen und erhalten. Zusätzliche Grünzonen machen die Stadt noch attraktiver. Dies gilt auch für unsere Ortsteile, die ich gerne von innen heraus entwickeln möchte. Es ist wichtig, dass wir auch hier eine gute Infrastruktur schaffen und den Menschen kurze Wege anbieten.

Am 3. Februar Ihre Stimme für

  • Attraktiver ÖPNV – Samstags umsonst mit dem Bus zum Shoppen in Reutlingen
  • Intelligente Verkehrsplanung Fuß, Rad, Bus, Auto
  • Für eine vielfältige Kultur und ein einladendes Nachtleben
  • Moderne und echte BürgerbeteiligungEhrenamt stärker fördern und Bürger besser beteiligen
  • #Maßvolle Gewerbeflächenentwickelung – Reaktivierung von Brachflächen
  • Mehr öffentlich geförderter Wohnraum durch GWG und private Investoren
  • Betreutes Wohnen in den Ortsteilen ermöglichen
  • Einzelhandel und Gastronomie als Partner für attraktive Plätze, Straßen und Viertel
  • Für einen kontinuierlichen Ausbau der Kinderbetreuung, Sanierung der Schulen und Vermarktung der Hochschule
  • Für eine barrierefreie Stadt